
Knieschoner für Volleyball im Test: 5 Modelle im Vergleich
Knieschoner gehören für viele Volleyballer zur festen Ausrüstung, doch die Unterschiede zwischen den Modellen sind größer, als man zunächst denkt. Wir haben fünf gängige Knieschoner-Modelle über mehrere Wochen im Training und in Testspielen getragen, um zu sehen, wie sie sich im Alltag schlagen. Getestet haben wir vor allem Passform, Polsterung, Rutschfestigkeit und wie sich die Schoner nach intensivem Training anfühlen.
Beim Komfort zeigten sich klare Unterschiede. Modelle mit dickerem Gel- oder Schaumstoffpolster fingen harte Landungen spürbar besser ab, saßen aber bei manchen Testern etwas wärmer und schwerer am Bein. Dünnere, sportlich geschnittene Modelle waren angenehmer zu tragen und ließen sich beim Sprung kaum spüren, boten bei sehr harten Stürzen aber weniger Schutz. Wer viel in der Abwehr spielt und häufiger hechtet, ist mit mehr Polsterung meist besser beraten, während Zuspieler und Außenangreifer oft mit dünneren Modellen zufriedener waren.
Ein wichtiger Punkt war der Sitz während der Bewegung. Zwei der getesteten Modelle mit Silikonstreifen am oberen Rand blieben auch nach vielen Sprüngen zuverlässig an Ort und Stelle, während ein günstigeres Modell ohne solche Anti-Rutsch-Elemente im Lauf des Trainings spürbar nach unten rutschte und nachjustiert werden musste. Auch die Verarbeitung der Nähte machte sich bemerkbar: Bei einem Modell scheuerte eine Naht nach längerem Tragen an der Kniekehle, was auf Dauer unangenehm wurde.
In Sachen Haltbarkeit hielten sich die Unterschiede über den Testzeitraum in Grenzen, wobei Modelle mit robusteren Außenstoffen weniger schnell erste Abnutzungsspuren zeigten. Unser Fazit: Es gibt nicht den einen besten Knieschoner, sondern die richtige Wahl hängt stark von Position und Spielstil ab. Wer viel hechtet, sollte auf gute Polsterung und einen sicheren Sitz achten und dafür etwas mehr Gewicht in Kauf nehmen. Für alle anderen reicht oft schon ein leichteres Modell mit solidem Rutschschutz völlig aus.