
Neoprenanzüge im Test: 5 Einsteiger-Modelle im Vergleich
Ein guter Neoprenanzug entscheidet oft darüber, ob eine Surfsession Spaß macht oder man nach zwanzig Minuten frierend aus dem Wasser geht. Wir haben fünf Einsteiger-Neoprenanzüge im Bereich 3/2 Millimeter über mehrere Sessions bei unterschiedlichen Wassertemperaturen getestet, um Unterschiede bei Wärme, Beweglichkeit und Verarbeitung herauszufinden.
Beim Thema Wärme zeigten sich vor allem Unterschiede im Nahtbereich. Anzüge mit verklebten und zusätzlich verblindstichten Nähten hielten spürbar mehr Wärme im Anzug als Modelle mit einfach vernähten Nähten, bei denen nach längerer Zeit im Wasser mehr kaltes Wasser eindrang. Der Unterschied war besonders am Rücken und im Nackenbereich zu spüren, wo Wasser am ehesten nachfließt. Für Sessions in kühlerem Wasser lohnt sich also der Blick auf die Nahtverarbeitung, nicht nur auf die reine Neoprendicke.
Bei der Beweglichkeit lagen die Anzüge insgesamt näher beieinander, als wir erwartet hatten. Modelle mit Neopren unterschiedlicher Dicke an Rumpf und Gelenken, sogenannten Panel-Konstruktionen, ließen sich beim Paddeln und beim Aufstehen spürbar leichter bewegen als durchgehend gleich dicke Anzüge. Gerade beim Anpaddeln über längere Zeit machte sich das im Schulterbereich positiv bemerkbar, während günstigere Einsteigermodelle hier etwas mehr Widerstand boten.
In Sachen Verarbeitung und Haltbarkeit zeigten sich nach mehreren Wochen intensiver Nutzung erste Unterschiede: Bei einem Anzug lösten sich an einer Naht im Achselbereich erste Fäden, während die anderen Modelle unauffällig blieben. Unser Fazit: Für Einsteiger lohnt sich die Investition in einen Anzug mit sauber verarbeiteten, geklebten Nähten und zumindest etwas Panel-Konstruktion an den Schultern, auch wenn er etwas teurer ist als das günstigste Modell im Testfeld. Der Komfortunterschied macht sich vor allem bei längeren und kälteren Sessions bemerkbar.