
Wir haben 5 Fahrradschlösser im Alltagstest geprüft
Diebstahl ist für viele Radfahrer die größte Sorge im Alltag – ein gutes Schloss ist deshalb Pflicht, nicht nur Kür. Wir haben fünf Fahrradschlösser aus unterschiedlichen Preisklassen über mehrere Wochen im Alltag getestet: beim Einkaufen, an der Uni und über Nacht im Hof.
Die Handhabung unterschied sich deutlich. Bügelschlösser ließen sich zwar meist schnell verschließen, waren aber sperriger zu transportieren als flexible Kettenschlösser oder Faltschlösser. Faltschlösser überzeugten im Test durch ihr geringes Packmaß und die Möglichkeit, auch ungewöhnlich geformte Objekte wie Laternenmasten oder breite Fahrradständer zu umschließen, ohne an ihre Längengrenze zu stoßen.
Beim Sicherheitsgefühl machten schwerere Bügel- und Kettenschlösser mit dickerem Stahl den robusteren Eindruck als leichte Kabelschlösser, die sich in unserem informellen Test mit einem einfachen Werkzeug deutlich schneller durchtrennen ließen. Wer sein Rad häufig an belebten, aber auch unbeobachteten Orten abstellt, sollte generell nicht am Gewicht des Schlosses sparen – ein schwereres Schloss ist unbequemer zu tragen, bietet aber spürbar mehr Widerstand.
Auch die Verarbeitung der Schließzylinder spielte eine Rolle: Modelle mit wetterfester Abdeckung über dem Schlosszylinder ließen sich auch nach Regen noch leichtgängig öffnen, während ungeschützte Zylinder bei zwei Modellen im Winter zeitweise klemmten. Unser Fazit nach dem Test: Ein einzelnes Schloss bietet nie hundertprozentigen Schutz, aber die Kombination aus einem stabilen Bügel- oder Kettenschloss mit gutem Stahl und einem sicheren Abstellort reduziert das Diebstahlrisiko spürbar. Zusätzlich lohnt sich oft ein zweites, leichteres Schloss für kurze Stopps.