
Hyrox-Schuhe: Laufschuh vs. funktionaler Trainingsschuh im Vergleich
Kaum eine Ausrüstungsfrage wird in der Hyrox-Community so intensiv diskutiert wie die nach dem richtigen Schuh. Grundsätzlich stehen sich zwei Lager gegenüber: leichte Laufschuhe und stabilere funktionale Trainingsschuhe. Beide haben bei einem Wettkampf, der Laufen und Kraftstationen kombiniert, gute Argumente auf ihrer Seite.
Laufschuhe, insbesondere leichte Modelle mit moderater Dämpfung, punkten bei den acht Laufabschnitten, die zusammen die Hälfte des Wettkampfs ausmachen. Sie sind leicht, federn gut und schonen die Beine über die insgesamt acht Kilometer Laufstrecke. An den Kraftstationen zeigen sie aber Schwächen: Beim Sled Push und Sled Pull bieten viele Laufschuhe zu wenig seitlichen Halt, und die weiche Dämpfung macht das Stehen bei den Wall Balls oder dem Farmers Carry weniger stabil.
Funktionale Trainingsschuhe, wie sie auch im CrossFit verwendet werden, sind flacher gebaut und bieten mehr seitliche Stabilität. Das kommt den Kraftstationen deutlich zugute, gerade beim Sled Push, wo ein fester Stand über den ganzen Vorderfuß entscheidend ist. Beim Laufen wirken sie dagegen oft steifer und schwerer, was sich vor allem bei den letzten Laufabschnitten im Rennen bemerkbar macht, wenn die Beine bereits ermüdet sind.
Unsere Empfehlung: Wer läuferisch stark ist und die Kraftstationen eher als notwendiges Übel betrachtet, ist mit einem leichten Laufschuh mit stabiler Sohle gut beraten. Wer umgekehrt an den Stationen Zeit gutmachen will und läuferisch weniger ambitioniert ist, profitiert von einem funktionalen Trainingsschuh. Viele erfahrene Athleten landen am Ende bei einem hybriden Modell speziell für Hyrox und ähnliche Wettkämpfe, das bewusst einen Kompromiss aus beiden Welten sucht.