
Wir haben 5 Kompressionsleggings für Hyrox getestet
Über zwei Monate haben wir fünf Kompressionsleggings verschiedener Sportmarken sowohl im normalen Hyrox-Training als auch bei einem simulierten Wettkampf über alle acht Stationen getestet. Im Fokus standen Passform, Bewegungsfreiheit und wie sich die Leggings bei intensivem Schwitzen verhalten.
Bei der Passform zeigten sich die größten Unterschiede an den Nähten. Zwei Modelle mit flach vernähten Nähten verursachten selbst nach dem Farmers Carry und dem Sled Pull keine Scheuerstellen, während ein günstigeres Modell mit klassischen Innennähten bei uns zu spürbarem Reiben an der Innenseite der Oberschenkel führte. Gerade bei den Laufabschnitten, wo die Beine sich über einen langen Zeitraum wiederholt bewegen, macht sich schlechte Nahtverarbeitung schnell bemerkbar.
Die Kompressionswirkung selbst fiel unterschiedlich stark aus. Modelle mit stärkerer Kompression an der Wade gaben ein subjektiv stabileres Gefühl bei den Ausfallschritten mit der Sandbag-Lunge, wirkten nach dem Rudern aber auch wärmer, was bei einer Halle mit vielen Athleten zu einem echten Nachteil werden kann. Ein Modell mit atmungsaktiven Mesh-Einsätzen an den Kniekehlen hielt hier spürbar kühler, ohne die Stabilität an der Wade zu verlieren.
Unser Fazit: Für gelegentliches Training reicht ein einfacheres Modell völlig aus. Für den Wettkampftag selbst lohnt sich aber die Investition in eine Legging mit flachen Nähten und guter Belüftung, denn genau hier zeigen sich unter Volllast über die gesamte Renndistanz die größten Komfortunterschiede. Wie bei den meisten Ausrüstungsteilen gilt auch hier: teste jedes neue Modell ausgiebig im Training, bevor du es am Renntag zum ersten Mal trägst.