
Wir haben Hallenschuhe fürs Handballtraining getestet
Wir haben für diesen Test mehrere Hallenschuhe, die speziell fürs Handballtraining beworben werden, über acht Wochen im Vereinstraining und bei Testspielen eingesetzt. Getestet wurde auf unterschiedlichen Hallenböden, von neu versiegeltem Parkett bis zu älterem, leicht rutschigem Kunststoffboden.
Der seitliche Halt war einer der wichtigsten Testpunkte, schließlich verlangt Handball ständige abrupte Richtungswechsel. Modelle mit verstärktem Seitenbereich und stabilerer Fersenkappe gaben in Ausfallschritten und schnellen Stopps spürbar mehr Sicherheit. Einige dieser stabileren Modelle fühlten sich am Anfang allerdings recht steif an und brauchten ein paar Trainingseinheiten, bis sie sich angenehm eingelaufen hatten.
Beim Grip auf dem Hallenboden zeigten sich Unterschiede je nach Bodenzustand. Auf neuerem, griffigem Parkett funktionierten fast alle getesteten Schuhe zuverlässig. Auf älteren, leicht glatten Böden trennte sich jedoch die Spreu vom Weizen: Sohlen mit feinerem, dichterem Profil boten hier deutlich zuverlässigeren Halt als Modelle mit gröberem Muster. Bei der Dämpfung überzeugten die meisten getesteten Schuhe bei Sprüngen und Landungen, wobei leichtere Modelle naturgemäß etwas weniger Polsterung boten als schwerere, stabilitätsorientierte Varianten.
Unser Fazit: Wer viel springt und wirft, etwa als Rückraumspieler, profitiert von stabileren, etwas schwereren Modellen mit gutem Seitenhalt. Schnelle, wendige Spieler auf Außenpositionen kommen mit leichteren Schuhen oft besser zurecht, sollten dabei aber nicht auf ausreichenden seitlichen Halt verzichten. Ein Kompromiss aus beidem eignet sich für die meisten Freizeit- und Vereinsspieler am besten.