
Handball: Naturleder oder Kunststoffgriff – was bringt mehr Halt?
Kaum eine Sportart verlangt so viel Ballkontrolle wie Handball. Der Ball wird einhändig gefangen, geführt und mit hoher Geschwindigkeit geworfen – der Grip der Balloberfläche ist deshalb entscheidend. Traditionell greifen Spieler dafür zu Harz, doch immer mehr Bälle setzen auf griffige Materialien, die ganz ohne Harz auskommen. Wir vergleichen beide Ansätze.
Bälle mit klassischer Naturlederoberfläche bieten in Kombination mit Harz einen hervorragenden, sehr griffigen Halt, der besonders im Leistungsbereich geschätzt wird. Der Nachteil: Leder nimmt Feuchtigkeit auf, was die Ballqualität mit der Zeit beeinträchtigen kann, und Harzrückstände verschmutzen Hallenboden und Kleidung. Viele Vereine und Hallenbetreiber schränken die Nutzung von Harz mittlerweile ein oder verbieten es sogar komplett.
Moderne Bälle mit speziell strukturierter Kunststoffoberfläche wollen ganz ohne Harz einen vergleichbaren Grip bieten. Die griffige, oft leicht klebrige Beschichtung funktioniert auch bei feuchten Händen erstaunlich gut und bleibt deutlich pflegeleichter, da kein Harz nötig ist. In unserer Einschätzung reicht der Grip an Spitzenprodukte mit Harz noch nicht ganz heran, für Training, Jugend- und Freizeitbereich ist der Unterschied aber kaum spürbar.
Für den Leistungssport, wo jedes Detail zählt, bevorzugen viele Spieler weiterhin Leder mit Harz – vorausgesetzt, die Halle erlaubt es. Im Jugend-, Schul- und Freizeitbereich sind harzfreie Kunststoffbälle mittlerweile die praktischere und oft auch vorgeschriebene Wahl. Informiere dich am besten vorab, ob deine Halle die Harznutzung erlaubt, bevor du dich entscheidest.